DER AUSGLEICH

Seit geraumer Zeit, sicher über Monate begegnet mir immer wieder das gleiche Zeichen. Als Wurzel, Ast oder wie hingelegt erkennt mein Bewusstsein ein "Y". Zuerst dachte ich es wäre die Rune Algiz (Elch). Aber die Beschreibung war nicht stimmig für mich. Dann war ich lange Zeit der Überzeugung es würde darum gehen mich für etwas bestimmtes zu öffnen und zu EMPFANGEN! Aber auch das war noch nicht der wahre Grund warum das Zeichen mir immer und immer wieder begegnete. Heute bei einem meiner Hundespaziergänge in der Schwechater Au war mir plötzlich danach einen Zweig zu suchen für eine Situation, die in mir einen Kampf zwischen dem Weiblichen und dem Männlichen ausgelöst hatte. Ich nahm einen vor mir liegenden Ast auf. Er war geteilt. Die weibliche Seite war ganz kurz und die männliche Seite vom Gefühl her übermächtig. Es erdrückte mich fast und dieser Ast spiegelte meinen inneren Kampf wider. Ich versuchte die männliche Seite zu kürzen, indem ich sie gegen einen Baum schlug. Das Resultat war, dass ich auch die weibliche Seite kürzte und den Baum verletzte. Das Verhältnis zwischen Männlich und Weiblich hatte sich zueinander nicht verändert. Ich erkannte hierbei ein altes Muster von mir. Um sich zu schlagen bis jemand oder ich selbst verletzt wird. "Schluss damit!", sagte ich mir und legte den Ast beiseite. Ich ging zu dem Baum und entschuldigte mich bei ihm. Ich legte meine Hand auf die Stelle der Wunde und hatte das Gefühl als würde er mir vergeben und meine Entschuldigung annehmen. Ich bedankte mich bei ihm, umarmte ihn und ging weiter. Ich bat darum, dass ich die Erlösung dieses Musters finden darf und fand den Ast oben auf dem Foto. Und mit einem Mal fiel es mir wie Schuppen von den Augen. DAS Y! Es ging niemals drum sich zu öffnen. Es ging darum auszugleichen. Beide Schenkel des Y gleich lang sein zu lassen. In diesem Moment kehrte Frieden ein in mein Herz. Ich hörte auf zu kämpfen und spürte in mir eine unendliche Dankbarkeit aufsteigen. Alles bekam einen Sinn. Wie so oft nach einem langen Prozess erkennt man den wahren Sinn von Situationen erst im Nachhinein. Ich bin unendlich dankbar diesen Weg gehen zu dürfen in vollem BEWUSSTSEIN und auch Menschen dabei begleiten zu können und zu dürfen.

 

Diese Spaziergänge in der Natur sind so heilsam und es liegt in ihr so vieles verborgen, dass wir viel zu wenig wahrnehmen. Sie bringt uns in Einklang, sie lenkt unser Bewusstsein auf das WESENTLICHE in unserem LEBEN. Schätze und ehre sie für das was sie ist. Unsere MUTTER ERDE!

 

IN TIEFER DEMUT UND DANKBARKEIT!

 

Deine Nadja J. Troyer

 

DER SCHAMANISCHE WEG

www.healing-drums.at

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Kommentare: 1
  • #1

    Madeline Palmeri (Donnerstag, 02 Februar 2017 20:38)


    This is a topic that's near to my heart... Thank you! Where are your contact details though?